Nathan der Weise“, das ist die Ring-Parabel. Aber nur zu einem winzigen Teil. Vielmehr ist dieser Klassiker der Welt- und Theaterliteratur ein orientalisches Märchen und eine klassische Soap-Opera: Nathan ist ein reicher jüdischer Kaufmann, der von einer Geschäftsreise zurückkehrt. Hier erfährt er, dass seine geliebte Tochter beinahe bei einem Feuer ums Leben gekommen wäre, wenn nicht ein christlicher Ritter sie gerettet hätte. Zwischen dem (vermeintlich) jüdischen Mädchen und dem jungen Christen keimt Liebe auf. Sein Weg führt Nathan an den Hof des nicht minder klugen Sultans, der Geldsorgen hat und seine Freundschaft und Hilfe erbittet und erhält.



Lessings Aufklärungsdrama aus dem Jahr 1779 ist ein Plädoyer für religiöse Toleranz. Der eingeforderte interkulturelle Dialog zwischen Christentum, Islam und Judentum, basierend auf Vernunft und Humanität, lässt sich heute im Kontext fundamentalistischer Konflikte wie bereits zu Lessings Zeiten, nur wie ein Märchen lesen. Ein Märchen, das dem Strukturprinzip der Komödie folgt. Humor als Statement gegen die Barbarei ist eine Möglichkeit, den alles überschattenden Zerwürfnissen zu begegnen. "Was ist das für ein Gott, der für sich muss kämpfen lassen?"



Mitwirkende




Erzähler 1 / Nathan - Jürgen Füser

Erzählerin 2 / Daja / Recha - Jessica Dauser

Erzähler 3 / Der Tempelherr - Robert Gregor Kühn

Erzähler 4 / Der Klosterbruder / Sultan Saladin - Ansgar Wilk



Bearbeitung und Inszenierung - Herbert Müller

Bühnenbild und Kostüme - Ulrike Beckers

Regieassistenz und Schlagzeugeffekte - Jonathan Kramer



Pressestimmen




Die Tyrannei des einen Rings nicht länger dulden

[das] sollte man sich unbedingt ansehen. Warum? Weil Müller sich in seiner Nathan-Adaption auf die Hauptpersonen des Stücks beschränkt und so einen Handlungsstrang geschaffen hat, der keinerlei Ablenkung vom Thema Toleranz und Menschlichkeit zulässt. Ein weiterer Pluspunkt dieser Inszenierung ist die gescheite Dramaturgie. Gehen die Darsteller in ihren Rollen auf, ist Lessing im Original zu hören. Sind sie Erzähler, so hat Müller eine moderne Sprache gewählt... Genialer Schlussakkord ist ein Auszug aus der Rede des Historikers und Holocaust-Überlebenden Saul Friedländer am 31. Januar im Deutschen Bundestag...“ (Süddeutsche Zeitung)


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„Hoftheater Bergkirchen feiert Premiere mit dem Klassiker ,Nathan der Weise‘

Die Handlung spielt vor dem Hintergrund des faszinierenden Bühnenbildes von Ulrike Beckers. Ihr ist ein Meisterwerk gelungen, das die historische Rolle Jerusalems widerspiegelt, wo Judentum, Christentum und Islam aufeinandertreffen... Müller will in seiner Bearbeitung zeigen, ,dass Glaubenskriege keinen Sinn machen‘. Er hat, wie er sagte, ,Brecht´sche Farbe‘ hineingegeben und für den schnellen Verlauf der Handlung lässt er als zusätzliche Tonfarbe den ,Bolero‘ von Maurice Ravel einfließen... Die hervorragenden Darsteller sind gleichzeitig Erzähler, die über die Weltreligionen aufklären und die grausamen Feldzüge und Glaubenskriege der Kreuzritter thematisieren... Die Zuschauer bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für einen außergewöhnlichen Theaterabend.“ (Münchner Merkur)


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Fotos






 

NATHAN DER WEISE

Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing

in gekürzter Form für heute


NEU: Premiere 8.2.2019


Eintritt 6.- € pro Schüler/in


Spieldauer ca. 75 min


Terminvereinbarung per Mail:

ulrike-beckers@neue-werkbuehne-muenchen.de

SPIELPLAN

50 Jahre

Neue Werkbühne München

SPIELZEIT 2018/2019

Nathan der Weise